Preise und Ehrungen

1945

Preis der Welti-Stiftung für das Drama

1945 hat die Welti-Stiftung Max Frischs dramatischen Erstling "Santa Cruz" mit ihrem Preis für das Drama ausgezeichnet. Der mit 3'000 Franken dotierte Preis wurde dem Schriftsteller bereits vor der Uraufführung des Stückes (welches am 7. März 1946 erstmals im Zürcher Schauspielhaus zu sehen war) durch die Finanzdirektion der Stadt Bern in der schweizerischen Hauptstadt verliehen.

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Abb.Preisausschreibung der Welti-Stiftung

1955

Schleussner-Schüller-Preis des Hessischen Rundfunks

Von seinem Beruf als Architekt profitierte Max Frisch auch in literarischer Hinsicht. 1954 hatte er mit dem Funkgespräch "Der Laie und die Architektur" ein Hörfeature im Auftrag des Hessischen Rundfunks verfasst. Dafür wurde ihm der mit 3'000 DM dotierte Schleussner-Schüller-Preis des Funkhauses verliehen.
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Wilhelm-Raabe-Preis

1955 wurde Max Frisch von der Stadt Braunschweig mit dem Wilhelm-Raabe-Preis ausgezeichnet. Gemäss den Statuten des Preises musste das prämierte Werk eine Beziehung zur Gegenwart haben und dem Werk des Namensgebers Wilhelm Raabe ebenbürtig sein. Die Jury befand diese Vorgaben in Frischs Roman "Stiller" als hervorragend erfüllt.

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Abb. Zeitungsausschnitt zum Schleussner-Schüller-Preis

 

Abb. Zeitungsausschnitt zum Wilhelm-Raabe-Preis

1958

Georg-Büchner-Preis

Max Frisch war 1958 der erste ausländische Schriftsteller, der mit dem Georg-Büchner-Preis (Preisgeld 5'000 DM) ausgezeichnet wurde. Der Preis wurde ihm in Büchners Geburtsstadt Darmstadt überreicht. Frisch sei ein Autor, der "die Spannung im Menschen unserer Zeit aufspürt und, nach neuen gültigen Werten suchend, ihre Bedeutung mit künstlerischer Wahrhaftigkeit darstellt", begründete die Jury der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung die Wahl des Schweizers.

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Literaturpreis der Stadt Zürich

1958 wurde Max Frisch mit dem mit 8'000 Franken dotierten Literaturpreis der Stadt Zürich geehrt. In der Urkunde, die ihm in seiner Heimatstadt verliehen wurde, hiess es zur Begründung, sein Werk gestalte eine "Kritik und Selbstkritik des modernen Daseins".

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Prix de Charles Veillon

1958 wurde Max Frisch der bedeutendste Literaturpreis der Schweiz, der Prix Charles Veillon, für seine Romane "Homo faber" und "Stiller" verliehen. Der jeweils an einen deutsch-, italiensch- oder französischsprachigen Schriftsteller verliehene Preis war mit 5'000 Franken dotiert und wurde in Lugano von der Charles-Veillon-Stiftung vergeben.

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Abb. Rede zum Georg-Büchner-Preis

 

Abb. Programm Literaturpreis der Stadt Zürich

 

Abb. Zeitungsausschnitt Prix de Charles Veillon

 

1962

Ehrendoktorwürde der Philipps-Universität Marburg

Einen von vier Ehrendoktortiteln erhielt Max Frisch 1962 von der Philosophischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg. Der Titel des Dr. h.c. werde ihm verliehen, weil sein Werk dagegen vorgehe, das Leben nach Trugbildern zu gestalten. In seinem verantwortungsbewussten Schreiben enthülle Max Frisch die "Dämonie des Totalitären als Gefahr".

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Grosser Kulturpreis des Landes Nordrhein-Westfalen

1962 wurde Max Frisch vom deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) mit dem mit 10'000 DM dotierten Grossen Kulturpreis ausgezeichnet. Die Urkunde überreichte Ministerpräsident Franz Meyers in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

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Preis der jungen Generation

1962 verlieh die Zeitung "Die Welt" (Berlin) erstmals ihren Preis der jungen Generation. Max Frisch wurde für sein Drama „Andorra“ und der Publizist Professor Hans Walter Bähr für die von ihm herausgegebene Dokumentensammlung "Die Stimme des Menschen" geehrt. Werke dieser beiden Autoren sollten der Jugend in besonderem Masse wertvoll sein, obwohl sie keine expliziten Jugendbücher seien, begründete die Jury ihre Wahl.

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Bild: Uhrkunde für die Ehrendoktorwürde Doktor der Philosopie

 

Abb.: Auszeichnung für den Grossen Kulturpreis des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Abb.: Dokument Preis der jungen Generation

1965

Jerusalem Prize for the Freedom of Man

1965 erhielt Max Frisch den mit 2'000 Dollar dotierten Jerusalem-Preis für die Freiheit des Individuums in der Gesellschaft. Dieser Preis wird auch heute noch alle zwei Jahre anlässlich der internationalen Buchmesse in Jerusalem verliehen und ist Israels einziger internationaler Buchpreis.
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Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg

Neben dem Jerusalem Prize for the Freedom of Man wurde Max Frisch im Jahr 1965 auch der Schiller-Gedächtnispreis des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg verliehen. Der Preis war 1955 zum 150. Todestag Friedrich Schillers gestiftet worden und war 1965 mit 15'000 DM dotiert.

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Bild: Urkunde für den Jerusalem Prize for Freedom of Man

 

Abb.: Urkunde für den Schiller-Gedächtnis-Preis

1974

Grosser Preis der Schweizerischen Schillerstiftung

Nachdem Max Frisch bereits 1965 vom deutschen Bundesland Baden-Württemberg mit dem Schiller-Gedächtnispreis geehrt worden war, zeichnete ihn am 12. Januar 1974 auch die Schweizerische Schillerstiftung ihren mit 20'000 Franken dotierten Grossen Preis aus. Die Urkunde verlieh der interimsweise amtierende Präsident der Stiftung, Paul Kamer.
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Honorary Member of the American Academy of Arts and Letters and the National Institute of Arts and Letters

1974 wurde Max Frisch von der American Academy of Arts and Letters und dem National Institute of Arts and Letters als Ehrenmitglied aufgenommen. Die beiden 1899 in New York gegründeten Schwesterinstitutionen haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an Literatur, bildender Kunst und Musik durch Vergabe von Preisen und Auszeichnungen zu fördern.
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Abb.: Urkunde des Grossen Preises der Schweizerischen Schillerstiftung

 

Abb.: Urkunde Honorary Member of the American Academy of Arts

1976

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

1976 wurde Max Frisch vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main der Friedenspreis verliehen. In der Urkunde war Frisch als geschworener Feind von kollektiven Zwängen und Selbstzufriedenheit bezeichnet worden, der in seiner Kunst ein Instrument der Mahnung und des Protests für die Rechte des Einzelnen sehe.

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Abb.: Urkunde des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

1980

Ehrendoktorwürde des Bard College Annandale-on-Hudson

1980 verlieh das Bard College in Annandale-on-Hundson im US-Bundesstaat New York Max Frisch die Ehrendoktorwürde eines Doctor of Letters. Diese Würdigung habe er wegen seiner Werke verdient, die kraftvolle Darstellungen der Krise des modernen Menschen seien. Weiter hiess es in der Ernennungsurkunde: Frisch sei ein leidenschaftlicher Meister der individuellen Freiheit.
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1982

Ehrendoktorwürde der City University of New York

1982 erhielt Max Frisch seinen bis dahin dritten Ehrendoktortitel. Verliehen wurde er ihm von der Graduate School and University Center of the City University of New York. In der verliehenen Urkunde wurde als Grund der Ehrung unter anderem Frischs gesellschaftliches Engagement als Schriftsteller genannt: "Für uns exemplifizieren Sie den Künstler als Bürger der Welt", hob die Universität hervor. 

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Abb.: Urkunde der Ehrendoktorwürde der City University of New York

1984

Commandeur de l'Ordre des Arts et des Lettres

1984 wurde Max Frisch zum Commandeur dans l'ordre des Arts et des Lettres ernannt. Diese hohe Auszeichnung wird seit 1957 vom französischen Kulturministerium an Personen verliehen, die sich "durch ihr Schaffen im künstlerischen oder literarischen Bereich oder durch ihren Beitrag zur Ausstrahlung der Künste und der Literatur in Frankreich und in der Welt ausgezeichnet haben".
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Honorary Fellow of the Modern Language Association

Nach der Ernennung zum Ehrendoktor an der City Univesity of New York 1982 wurde Max Frisch zwei Jahre später auch zum Ehrenmitglied der Modern Language Association of America (MLA) gewählt.

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Abb.: Urkunde Commandeur de l'Ordre des Arts et des Lettres

 

Zeitungssausschnitt zur Wahl des Ehrenmitglieds

1985

Common Wealth Award for Distinguished Service in Literature

1985 wurde Max Frisch von der Modern Language Association of America (MLA) in Chicago mit dem Common Wealth Award for Distinguished Service in Literature ausgezeichnet. Der mit 16'000 Dollar dotierte Preis wird auch heute noch jährlich an mehrere Personen vergeben, die auf ihrem jeweiligen Fachgebiet ausserordentliche Leistungen vollbracht haben.
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Foreign Honorary Member of the American Academy of Arts and Sciences

1985 wurde Max Frisch zum Foreign Honorary Member of the American Academy of Arts and Sciences gewählt. Diese Organisation wurde 1780 während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges gegründet und ist somit eine der ältesten Gelehrtengesellschaften des Landes.
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Abb.: Common Wealth Award for Distinguished Service in Literature

 

Abb.: Urkunde Foreign Honorary Member of the American Academy of Arts and Sciences

1986

Neustadt International Prize for Literature

Als erster deutschsprachiger Schriftsteller wurde Max Frisch 1986 mit dem Neustadt International Prize for Literature von der University of Oklahoma und der Literaturzeitschrift World Literature Today ausgezeichnet. Der mit 25'000 Dollar dotierte Preis ist der einzige US-Amerikanische Literaturpreis, der international verliehen wird.
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Abb.: Urkunde Neustadt International Prize for Literature

1987

Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Berlin

Im Jahr 1987 erhielt Max Frisch die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Berlin.  Die Hochschule ehre den Schriftsteller, da er ihr als Vorbild diene in der Forschung gegen die Macht der Gewohnheit vorzugehen und nach visionären Wegen für die Zukunft zu suchen, hiess es in der Urkunde.
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Abb.: Urkunde der Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Berlin

1989

Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf

Am 13. Dezember 1989, dem 192. Geburtstag von Heinrich Heine, verlieh dessen Vaterstadt Düsseldorf Max Frisch ihren mit 25'000 DM dotierten Heinrich-Heine-Preis. Frisch sei einer der bedeutendsten lebenden Schriftsteller, dessen Werk vom Gedanken des Friedens und dem Geist der Aufklärung durchdrungen sei, begründeten die Düsseldorfer Stadtväter ihre Wahl.
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Abb.: Urkunde des Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf