Biografie 1934–1954

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1934

Erste Buchveröffentlichung: "Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt". Der Roman erscheint in der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart.
An der Universität Zürich lernt er Käte Rubensohn kennen, die als Jüdin in Berlin nicht mehr studieren kann.
Sommer: Abbruch des Germanistik-Studiums.

Max Frisch, Baustelle im Freibad Letzigraben, 1948

©Max Frisch-Archiv, Zürich

 

Max Frisch in seiner Wohnung, 1951

©Max Frisch-Archiv, Zürich

1935

April und Dezember: Erste Reisen nach Deutschland, zusammen mit Käte Rubensohn.
Unmittelbare Konfrontation mit Nationalsozialismus und Antisemitismus.

1936

Beginn eines Architekturstudiums an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, das ihm sein Jugendfreund Werner Coninx finanziert.

1937

Herbst: Abermals in der Deutschen Verlags-Anstalt erscheint "Antwort aus der Stille. Eine Erzählung aus den Bergen".

1938

Ende der Beziehung mit Käte Rubensohn.

1939

Mit Kriegsbeginn aktiver Dienst als Kanonier. Bis 1945 leistet Max Frisch 650 Diensttage.
Stipendium der Conrad Ferdinand Meyer-Stiftung.

1940

"Blätter aus dem Brotsack". Dieses Tagebuch eines Soldaten erscheint im Atlantis-Verlag Zürich.
August: Diplom der ETH Zürich als Architekt.

1941

Beginn der Freundschaft mit der ehemaligen Studienkollegin Gertrud (Trudy) Constance von Meyenburg, Tochter aus großbürgerlicher Familie.
Anstellungen in Architekturbüros, unter anderem bei seinem ehemaligen Professor William Dunkel.
Erste eigene Wohnung in Zürich, getrennt von der Mutter.
Erster selbständiger Bau eines Einfamilienhauses für seinen Bruder Franz in Arlesheim/Basel.

1942

30. Juli: Heirat mit Trudy von Meyenburg.

1943

9. Juni: Geburt der Tochter Ursula.
Erster Preis im Architekturwettbewerb für den Bau des städtischen Freibads Letzigraben in Zürich (insgesamt 82 Bewerber).
Gründung eines eigenen Büros.
Im Atlantis-Verlag erscheint der Roman "J'adore ce qui me brûle oder Die Schwierigen".

1944

25. November: Geburt des Sohnes Hans Peter.
Auf Anregung von Kurt Hirschfeld, Dramaturg am Zürcher Schauspielhaus, wendet sich Max Frisch dem Stückeschreiben zu. Die Romanze "Santa Cruz" entsteht in wenigen Wochen.

1945

29. März: "Nun singen sie wieder" wird als erstes Frisch-Stück am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt (Regie: Kurt Horwitz).
Heftige Kontroverse mit dem NZZ-Inlandredaktor Ernst Bieri, der Frisch als Nazi-Fürsprecher hinstellt.
Im Atlantis-Verlag erscheint die Erzählung "Bin oder Die Reise nach Peking".
Dramenpreis der Welti-Stiftung für "Santa Cruz".

1946

Reisen nach Deutschland und Italien.
7. März: Uraufführung von "Santa Cruz" (Regie: Heinz Hilpert).
10. Oktober: Uraufführung von "Die Chinesische Mauer" (Regie: Leonard Steckel).

1947

Baubeginn Schwimmbad Letzigraben.
Erneut Reisen nach Deutschland und Italien sowie nach Prag.
Das "Tagebuch mit Marion" erscheint (Atlantis-Verlag).
Bekanntschaft mit Bertolt Brecht, Friedrich Dürrenmatt und Peter Suhrkamp.

1948

Reisen nach Wien, Prag, Paris und Warschau.
Teilnahme am "Congrès mondial des intellectuels pour la paix" in Wroclaw.

1949

8. Januar: Uraufführung von "Als der Krieg zu Ende war" am Schauspielhaus Zürich ( Regie: Kurt Horwitz).
17. Mai: Geburt der Tochter Charlotte.

18. Juni: Eröffnung des Freibads Letzigraben. Essay "Kultur als Alibi".
Juli/August: Kampen auf Sylt, im Oktober: Südfrankreich.

1950

"Tagebuch 1946–1949" erscheint im neu gegründeten Suhrkamp Verlag in Frankfurt.
Herbst: Erste Spanienreise.

1951

10. Februar: Uraufführung der Moritat "Graf Öderland" am Zürcher Schauspielhaus (Regie: Leonard Steckel).
Einjähriger Aufenthalt als Stipendiat der Rockefeller-Stiftung in den USA (New York, Chicago, San Francisco, Los Angeles).
Reise nach Mexiko. Arbeit an Vorstufen von "Stiller" und "Don Juan".

1952

Verlängerung des Amerika-Stipendiums. Frisch hält sich vor allem in New York auf. Reflexionen über das amerikanische Theater. Essay "Unsere Arroganz gegenüber Amerika".

Beginn der Freundschaft mit Madeleine Seigner-Besson.

1953

Der Bayerische Rundfunk sendet zwei Hörspiele von Max Frisch: 26. März: "Herr Biedermann und die Brandstifter"; 16. Juni: "Rip van Winkle".
5. Mai: Uraufführung von "Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie", gleichzeitig in Berlin (Schiller-Theater, Regie: Hans Schalla) und Zürich (Schauspielhaus, Regie: Oskar Wälterlin).
Max Frisch meldet sich als Kritiker des Städtebaus zu Wort: Vortrag "Cum grano salis" vor Zürcher Architekten.

1954

Stiller erscheint.
Max Frisch trennt sich von seiner Familie.

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