Biografie 1955–1975

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1955

Wohnung in Männedorf am Zürichsee.
Verkauf des Architekturbüros.
Frisch, Lucius Burckhardt und Markus Kutter schlagen in ihrer Broschüre "achtung: die Schweiz" vor, eine neue Stadt zu bauen.
Wilhelm-Raabe-Preis der Stadt Braunschweig, Schleussner-Schueller-Preis des Hessischen Rundfunks für das Hörspiel "Der Laie und die Architektur".
28. Oktober: Erstaufführung der zweiten Fassung der "Chinesischen Mauer" im Theater am Kurfürstendamm Berlin (Regie: Oscar Fritz Schuh).
Letzter Besuch bei Brecht in Ostberlin.
Erste Begegnung mit Günter Grass in Zürich.

Widmung an Kurt Hirschfeld, 1950

©Max Frisch-Archiv, Zürich

 

Max Frisch und Oskar Wälterlin im Schauspielhaus Zürich, 1958

© ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

1956

Teilnahme an der "International Design Conference" in Aspen (Colorado), zusammen mit dem Grafiker und Künstler Josef Müller-Brockmann.
Weiterreise nach Mexiko und Kuba.

1957

Mai: Griechenlandreise mit Madeleine Seigner-Besson.
1. August: Festrede in Zürich zum Schweizer Nationalfeiertag. Im Herbst erscheint "Homo faber". Reise nach Bagdad.

1958

29. März: Uraufführung von "Biedermann und die Brandstifter. Ein Lehrstück ohne Lehre" am Schauspielhaus Zürich, zusammen mit dem Schwank "Die große Wut des Philipp Hotz" (Regie: Oskar Wälterlin).
Bekanntschaft mit Ingeborg Bachmann.
Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, für den sich Max Frisch mit der Rede "Emigranten" bedankt.
Literaturpreis der Stadt Zürich.
Prix Charles Veillon für "Homo faber".

1959

Nachspiel zu "Biedermann und die Brandstifter".
Scheidung der Ehe mit Trudy Frisch-von Meyenburg.
Schwere Hepatitis-Erkrankung.
Essay über "Peter Suhrkamp".

1960

Reise nach New York.
Wohnsitz in Rom, wo Max Frisch, zunächst zusammen mit Ingeborg Bachmann, bis 1965 lebt.
Aufsatz "Die Schweiz ist ein Land ohne Utopie".

1961

Mai: Griechenlandreise mit Ingeborg Bachmann.
2. November: Uraufführung von "Andorra" am Schauspielhaus Zürich (Regie: Kurt Hirschfeld).

1962

Großer Kunstpreis der Stadt Düsseldorf.
Preis der jungen Generation.
Ehrendoktor der Universität Marburg.
Bekanntschaft mit Uwe Johnson.
Max Frisch lernt in Rom die 23jährige Studentin Marianne Oellers kennen, mit der er in den folgenden Jahren zusammenlebt.

1963

Februar/März: Reise nach Mexiko.

1964

Der Roman "Mein Name sei Gantenbein" erscheint.
Kauf und Umbau eines Hauses in Berzona (Tessin).
Aufsatz "Ich schreibe für Leser".
Vortrag "Der Autor und das Theater.
Rede zum Tod von Kurt Hirschfeld".

1965

April: Man's Freedom-Prize der Stadt Jerusalem. Max Frischs Preisrede ist die erste offizielle deutschsprachige Ansprache in Israel.
15. Mai: Übersiedlung nach Berzona. Aufenthalt in Berlin.
Mitarbeit am Filmprojekt "Zürich-Transit" (nach einer Episode aus dem "Gantenbein"-Roman).
13. November:Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg.
Aufsatz: "Unbewältigte schweizerische Vergangenheit".

1966

Erste Reise in die Sowjetunion (Moskau, Leningrad, Odessa).
Rückreise über Warschau.
Tod der Mutter.
"Zürich-Transit. Skizze eines Films" erscheint.
"Überfremdung": Vorwort zum Film-Buch
"Siamo italiani. Gespräche mit italienischen Gastarbeitern" von Alexander J. Seiler.
Rede vor Fremdenpolizeichefs in Luzern. Darin der Satz: "…: man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen.".
Veröffentlichung der "Erinnerungen an Brecht".
"Zürcher Literaturstreit": maßgeblich ausgelöst durch Frischs Erwiderung auf Emil Staigers Rede "Literatur und Öffentlichkeit".

1967

Als Gast des tschechoslowakischen Schriftstellerverbandes in Prag.
Öffentliche Stellungnahme zum Militärputsch in Griechenland: "Griechenland 1967 (unter anderem) und wir".
Essaysammlung "Öffentlichkeit als Partner".

Oktober: Frisch und Dürrenmatt besuchen gemeinsam mit ihren Frauen Venedig.

1968

Heirat mit Marianne Oellers.
1. Februar: "Biografie: Ein Spiel" wird uraufgeführt am Schauspielhaus Zürich (Regie: Leopold Lindtberg).
Zweite Reise in die Sowjetunion: Teilnahme am Schriftsteller-Kongreß in Gorki.
Bekanntschaft mit Christa Wolf.
Diverse publizistische Stellungnahmen zu politischen Ereignissen: Zürcher Studentenunruhen, amerikanische Invasion in Vietnam, Ermordung von Martin Luther King, Besetzung der Tschechoslowakei.

1969

Reise nach Japan.
"Dramaturgisches", ein Briefwechsel mit Walter Höllerer.
"Nachwort" zu Andrej D. Sacharows Memorandum "Wie ich mir die Zukunft vorstelle".

1970

Mai: Reise in die USA. Besuch im Weißen Haus, gemeinsam mit Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld.
Austritt aus dem Schweizerischen Schriftsteller-Verband.
Gründungsmitglied der "Gruppe Olten".

1971

Februar bis Mai: Aufenthalt in New York. Vorlesungen an der Columbia-University über "Problems of style and expression".
"Wilhelm Tell für die Schule", ursprünglich für das "Tagebuch 1966–1971" vorgesehen.
Vorwort zum Wahl-Manifest der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.

1972

"Tagebuch 1966–1971". Wohnung in Berlin.
Winter: Aufenthalt in New York.

1974

"Dienstbüchlein". Großer Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung.
Dankesrede "Schweiz als Heimat?"
USA-Aufenthalt. Ehrenmitglied der "Academy of Arts and Letters" und des "National Institute of Arts and Letters".
Bekanntschaft mit Alice Locke-Carey (geb. 1943).

1975

"Montauk. Eine Erzählung".
Auf Einladung des deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt mit dessen Delegation in China.
Zum 25jährigen Bestehen des Suhrkamp Verlags erscheint das Buch "Max Frisch, Stichworte", zusammengestellt von Uwe Johnson.

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