Biografie 1976–1991

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1976

Reisebericht "Nein, Mao habe ich nicht gesehen".
Zum 65. Geburtstag erscheinen Max Frischs "Gesammelte Werke in zeitlicher Folge".
Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Dankesrede: "Wir hoffen".
Rede auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz: "Haben wir eine demokratische Öffentlichkeit?"

Max Frisch in New York, 1983

© Max Frisch-Archiv, Zürich

 

Max Frisch in Berzona, 1985

© Max Frisch-Archiv, Zürich

1977

Rede auf dem Parteitag der deutschen Sozialdemokraten in Hamburg: "Die Zukunft gehört der Angst"

1978

3. März: Unter der Leitung von Heiner Gautschy diskutieren Max Frisch und Bundesrat Kurt Furgler über das Verhältnis von Künstler und Staat.
"Triptychon. Drei szenische Bilder".
15. April: Ursendung der Hörspielfassung im Deutschlandfunk.
9. Oktober 1979: Uraufführung einer französischen Übersetzung am Théâtre de Vidy Lausanne (Regie: Michel Soutter; Druck einer revidierten Fassung 1980; deutschsprachige Erstaufführung am 1. Februar 1981 in Wien (Regie: Erwin Axer).

1979

"Der Mensch erscheint im Holozän". In den USA zur besten Erzählung des Jahres 1980 gekürt.
Ablehnung einer Ehrengabe aus dem Literaturkredit des Kantons Zürich.
Scheidung der Ehe mit Marianne Frisch-Oellers.
Gründung der Max Frisch-Stiftung.
Vortrag "Die politische Repression".

1980

Ehrendoktor des Bard College (Staat New York).
Lebt in New York und Berzona.
Wiederbegegnung mit Alice Locke-Carey, die bis im Frühjahr 1983 mit Max Frisch zusammenlebt.

1981

Zum 70. Geburtstag erscheint im Suhrkamp Verlag die Festschrift "Begegnungen".
An der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich wird das Max Frisch-Archiv eröffnet.
Richard Dindo dreht den Film "Max Frisch, Journal I–III. Eine filmische Lektüre der Erzählung Montauk".
November: zwei Vorlesungen im New York City College

1982

"Blaubart. Eine Erzählung" (1984 verfilmt von Krysztof Zanussi, Drehbuch von Frisch und Zanussi).
Mit dem krebskranken Freund Peter Noll Reise nach Ägypten; intensive Gespräche über Freitod, Sterbehilfe, würdiges Sterben.
18. Oktober: Totenrede für Peter Noll im Zürcher Großmünster.
Ehrendoktor der City University of New York.

1983

"Forderungen des Tages". Porträts, Skizzen, Reden 1943 bis 1982.
Umzug in die Stadelhofer Passage(Stadelhoferstr. 28), die letzte Wohnadresse in Zürich.

1984

Ernennung zum "Commandeur dans l'ordre des arts et des lettres" in Frankreich.
Rede an junge Ärztinnen und Ärzte.
Ernennung zum Honorary Fellow of the Modern Language Association.

1985

Verleihung des Common Wealth Award for Distinguished Service in Literature in Chicago.
Ernennung zum Foreign Honorary Member of the American Academy of Arts and Sciences.

1986

75. Geburtstag: Die "Gesammelten Werke" erscheinen, um einen siebten Band erweitert, als Jubiläumsausgabe.
Frisch hält an den Solothurner Literaturtagen die Rede "Am Ende der Aufklärung steht das Goldene Kalb".
Neustadt-Literaturpreis der University of Oklahoma (Preissumme für den Bau einer Schule in Nicaragua zur Verfügung gestellt).
"Gespräche im Alter": mehrstündiges Fernsehgespräch mit Philippe Pilliod, vom WDR gesendet.

1987

Februar: Reise nach Moskau, Einladung zum "Forum für eine atomwaffenfreie Welt und das Überleben der Menschheit".
Juni: Ehrendoktor der Technischen Universität Berlin.
Votum anlässlich eines Podiumsgesprächs in Boswil: "Demokratie – ein Traum?"

1989

Im Hinblick auf die Volksabstimmung über die Abschaffung der Schweizer Armee verfaßt Frisch den dialogischen Text "Schweiz ohne Armee? Ein Palaver".
Die Bühnenversion "Jonas und sein Veteran" wird in Zürich (Schauspiehaus, 19. Oktober, Regie: Benno Besson) und Lausanne (Théâtre de Vidy, 24. Oktober) uraufgeführt.
Rede im Basler Theater: "Der Friede widerspricht unserer Gesellschaft".
Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf.

1990

"Schweiz als Heimat? Versuche über 50 Jahre."
Im März erfährt Frisch von seiner Krebserkrankung.
Fichen-Affäre in der Schweiz: Während vierzig Jahren wurde Max Frisch, wie zahlreiche andere Schweizer Bürgerinnen und Bürger, von den Behörden bespitzelt.

1991

4. April: Max Frisch stirbt in seiner Wohnung in Zürich.
9. April: Gedenkfeier in der St. Peter-Kirche, es sprechen auf Wunsch von Max Frisch seine Lebensgefährtin der letzten Jahre, Karin Pilliod-Hatzky, sowie Michel Seigner und Peter Bichsel.

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